3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung Drucken E-Mail

welttag der menschen mit behinderung

dgs_button_grau_transparent.pngAm 3. Dezember ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Dieser Gedenktag wurde von der World Health Organisation (WHO) 1992 ins Leben gerufen und soll an die Probleme der Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft erinnern. Weltweit werden an diesem Tag Aktionen durchgeführt, um auf das Ziel der Inklusion und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft hinzuweisen.

dgs_button_grau_transparent.pngLeider ist die Situation vieler Behinderter immer noch beklagenswert. Nur jeder Vierte der rund 500 bis 600 Millionen behinderter Menschen weltweit erhält fachgerechte Betreuung. Besonders dramatisch ist die Situation in Entwicklungsländern. Dort haben rund 95 Prozent der Behinderten keinen Zugang zu medizinischer und therapeutischer Hilfe, teilte Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM) mit. In Deutschland, wo nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 6,9 Millionen Schwerbehinderte leben, ist eine medizinische und therapeutische Versorgung zwar gegeben, aber hierzulande hapert es vor allem noch an der Integration behinderter Menschen in unsere Gesellschaft.

dgs_button_grau_transparent.pngIm Frühjahr 2009 wurde die UN-Konvention zur Wahrung der Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland ratifiziert. Die Konvention fordert grundsätzlich die Abkehr vom stellvertretenden Handeln zu einer Unterstützung bei der Ausübung der eigenen Rechts- und Handlungsfähigkeit. Die Anerkennung der UN-Konvention setzt für Deutschland einen neuen Impuls, eine teilhabeorientierte Politik für Behinderte umzusetzen und konsequent voranzutreiben. Positive Auswirkungen hat die UN-Konvention auf die bestehende deutsche Gesetzgebung, wie beispielsweise für das Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes (BGG).

dgs_button_grau_transparent.pngDas im Mai 2002 in Kraft getretene BGG will die Gleichstellung behinderter Menschen im Einflussbereich des Bundes sichern. Es regelt unter anderem die Barrierefreiheit im Verkehr und von Gebäuden des Bundes und anerkennt die Deutsche Gebärdensprache als eigenständige Sprache. Außerdem regelt es die Möglichkeit von Zielvereinbarungen zwischen Verbänden behinderter Menschen und Wirtschaftsunternehmen über die Herstellung von Barrierefreiheit. Die Vertragsstaaten, die die UN-Konvention unterschrieben haben, werden verpflichtet, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, damit behinderte Menschen die Unterstützung erhalten, die sie bei der Ausübung ihrer Rechts- und Geschäftsfähigkeit gegebenenfalls benötigen.